Kunst im Bunker 2018 vom 15. Juli bis zum 26. August 2018

Vom 15. Juli bis zum 26. August 2018 findet zum 3. Mal die Ausstellung „Kunst im Bunker“ im Rahmen der SoestArt statt. 53 Künstler präsentieren ihre Werke in einem umgebauten Bunker am Lütgengrandweg.

Im 1. und 2. Geschoss des Bunkers zeigen auch in diesem Jahr 53 Künstlerinnen und Künstler ihre Auseinandersetzung mit dem Bunker. Die Anforderung an die Künstlerinnen und Künstler wurde in der Ausschreibung so formuliert: „Ziel dieser Ausstellung ist es, an diesem so geschichtsträchtigen Ort eine Ausstellung zusammenzustellen, die in experimenteller Weise auf die besondere Atmosphäre und Geschichte des Bunkers eingeht.“

Erfreulich viele Künstlerinnen und Künstler aus der Region, aus ganz Deutschland, aus Österreich und den Niederlanden haben sich auf dieses Thema eingelassen und sich einer Jury gestellt. Es ist eine experimentelle Vielfalt entstanden, die erstaunt. Ein Erfahrungsfeld ganz besonderer Art ist entstanden. Bei der Planung wurden den Künstlerinnen und Künstlern weder Vorgaben zu einem Thema noch zur Auswahl ihrer Werke gemacht. Es ist erstaunlich, wie intensiv sich die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler mit dem Bunker als Bauwerk und mit seiner Geschichte auseinandergesetzt haben.

Auch wir, Barbara und Michael Ruppik sind mit unseren Werken dabei.

Einladung zur Ausstellung „Kunst im Bunker 2018“

Kunst im Bunker

Bunker am Lütgen Grandweg
59494 Soest

Öffnungszeiten:
Mittwoch 16 – 19 Uhr
Donnerstag 18 – 20 Uhr
Samstag 11 – 18 Uhr
Sonntag 11 – 18 Uhr

Barbara Ruppik  „Der Totentanz“

Computer bearbeitete digitale Makrofotografie, auf Spezialpapier gedruckt. (2018)

30 x 45 cm (gerahmt ca. 40 x 46 cm), Preis gerahmt 80 € (inkl. 19%MWSt)

 „Der Totentanz“ knüpft an die lange Kunsttradition der Schreckensbilder an. Seit dem Spätmittelalter erinnerten und mahnten die unterschiedlich konzipierten „Totentänze“ die Betrachter, den natürlichen Zyklus des Lebens  und die christlichen Moralprinzipen zu achten.

Unter dem Eindruck der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts nahmen zahlreiche Künstler das Motiv des Totentanzes wieder auf. Ihre Werke deuten nicht nur die Macht des Todes über das menschliche Leben an. Sie sind vielmehr eine Erinnerung an die Grausamkeiten der Kriege und eine Mahnung, den Frieden nicht als Selbstverständlichkeit hinzunehmen und sich stärker für ein friedliches Miteinander der Völker einzusetzen.

Die im Bild dargestellten Silhouetten, Gesichter und Gesten lassen verschiedene Interpretationen zu, darunter auch die, dass der Menschheit – trotz zahlreicher Kriegserfahrungen – noch immer nicht in der Lage ist, ihre Konflikte friedlich zu lösen, und eine Geisel ihrer eigenen Gewalttaten bleibt.  

Barbara Ruppik  „Toleranz - Alles hängt mit allem zusammen“

Computer bearbeitete digitale Fotografie, auf Spezialpapier gedruckt. (2017)

50 x 30 cm (gerahmt ca. 60 x 40 cm), Preis gerahmt 80 € (inkl. 19%MWSt)

„Toleranz: Sie bedeutet so viel wie Duldsamkeit. Es ist eine erprobte Art des Miteinanders innerhalb einer Gesellschaft, die aus verschiedenen Menschen besteht, welche sich hinsichtlich der Weltanschauung, beziehungsweise wegen grundlegender politischer Thesen voneinander unterscheiden.“ (J. M. Bocheński in Hundert Aberglauben)

Das Bild stellt zwei  einander angelehnte, menschliche Silhouetten dar, die von mehreren  „Denkblasen“ umgeben sind. Diese Denkblasen stehen symbolisch für unterschiedliche Ideen, Meinungen und Denkansätze, die in einem gesellschaftlichen System gleichzeitig und nebeneinander  präsent sind. Sofern sie  anderen Menschen nicht schaden, sollten sie geduldet werden, da sie dem Zusammenhalt und Vorankommen der Gesellschaft dienlich sein können.

Michael Ruppik  „Lichterloh“

Computer bearbeitete digitale Fotografie, auf Spezialpapier gedruckt. (2017)

45 x 30 cm (gerahmt ca. 60 x 40 cm), Preis gerahmt 80 € (inkl. 19%MWSt)

Dieses abstrakte Bild ruft unterschiedliche Assoziationen hervor: Feuer und Licht – Symbole der Zerstörung und der Erneuerung. Im Kontext des Ausstellungsortes kann man hier einerseits an die zerstörerischen Folgen der Kriege, andererseits an die Notwendigkeit der moralischen Erneuerung als Schutz gegen menschenverachtende totalitärere Ideologien denken.    

Michael Ruppik  „Schatten der Vergangenheit“

Computer bearbeitete digitale Fotografie, auf Spezialpapier gedruckt. (2017)

45 x 30 cm (gerahmt ca. 60 x 40 cm), Preis gerahmt 80 € (inkl. 19%MWSt)

Das Bild weckt Erinnerungen an die dunkle Symbolik der vergangenen Zeit und an die Konsequenzen einer Ideologie, die Millionen von Menschen das Leben gekostet hat. Die Vergangenheit lässt sich nicht aus ausradieren, sie bleibt als Abdruck, als Schatten auf der Mauer der Geschichte. Daraus ergibt sich gesellschaftliche und politische Verantwortung für die Gegenwart und für die Zukunft.